Hasskommentare unter Werbeanzeigen – so kannst du damit umgehen

Hasskommentare unter Werbeanzeigen, ein Thema, das mir fast wöchentlich auf Facebook begegnet. Vielleicht hast du selbst schon negative Kommentare unter deiner Werbeanzeige bekommen und weißt gar nicht, wie du damit umgehen sollst. Vermutlich hast du deshalb sogar ein schlechtes Gefühl, erneut Ads zu schalten.

Ich wage es zu behaupten, dass fast alle Menschen unter ihren Anzeigen Kommentare hatten, mit denen sie nicht zufrieden waren. Auch mir selbst passiert das immer mal wieder. Deshalb möchte ich dir aus meinen Erfahrungswerten gerne zeigen, wie du mit Hasskommentaren unter deinen Werbeanzeigen besser umgehen kannst.

Was können Gründe für negative Kommentare sein? Sollst du sie einfach löschen oder ignorieren? Oder vielleicht doch lieber darauf reagieren? Und wie sollte so eine Reaktion dann am besten aussehen? All das beantworte ich dir hier.

Das können Gründe für negative Kommentare unter Ads sein

Social Media ist das Sammelbecken für den Frust aller Menschen. Dadurch, dass der Frust in der Gesellschaft mehr und mehr steigt, wird auch das Sammelbecken immer häufiger genutzt, um den Frust abzuladen.

Zunächst ist die Hemmschwelle für Hasskommentare im Internet nur sehr gering. Die Menschen können sich hinter der Anonymität verstecken und müssen sich weder mit Fotos noch mit persönlichen Daten zeigen. Vermutlich würde dir diese Person ihre Meinung niemals direkt in dein Gesicht sagen, wenn sie vor dir steht.

Hinzu kommt, dass kaum einer von uns gerne Werbung sieht. Wir mögen Werbung grundsätzlich nicht, da sie meist nervig auf uns wirkt. Wir halten uns immerhin nicht extra auf Social-Media-Plattformen auf, um Werbung zu sehen. Allein das kann schon ein Grund für negative Kommentare sein.

Zudem werden oft falsche Versprechungen gemacht. Bestimmt kennst du unzählige Werbeanzeigen mit Aussagen, dass du innerhalb kürzester Zeit Millionär durch dieses eine Angebot wirst. Zu reißerische Werbebotschaften sind nicht gerne gesehen und sorgen schnell für Unmut. Dieser Unmut zeigt sich dann oftmals durch Hasskommentare.

So kannst du auf Hasskommentare unter Werbeanzeigen reagieren

Du hast nun verschiedene Möglichkeiten, wenn du negative Kommentare bekommst. Der einfachste Weg wäre natürlich, den Kommentar zu löschen und bei der jeweiligen Plattform zu melden. Das ist aber nicht gleichzeitig der beste Weg. Der Algorithmus freut sich nämlich über JEDE Interaktion unter deiner Anzeige und belohnt dich deshalb mit mehr Reichweite. Zudem sorgt es bei den Menschen oftmals für noch mehr Unmut, wenn ihre Kommentare gelöscht werden. Das kannst du aber prinzipiell immer ganz nach deinem Gefühl entscheiden.

Ich empfehle dir aber, grundsätzlich auf Kommentare zu reagieren. So zeigst du deine Wertschätzung, kannst Gegenfragen stellen oder dich erklären. Frage diese Person doch einfach, woher der Groll kommt und ob sie ihre Aussage begründen kann. Du kannst derartigen Personen auch den privaten Austausch über eine Direktnachricht anbieten. So muss der Verlauf der Diskussion nicht öffentlich gezeigt werden

Kannst du einen Einwand verstehen, gib es auf jeden Fall in einer Antwort auf den Kommentar zu.

Enorm wichtig bei all deinen Reaktionen ist aber, immer höflich und professionell zu bleiben. Biete Hatern keine weitere Angriffsfläche, indem du ebenfalls unter die Gürtellinie gehst. Bedenke dabei, dass auch andere Menschen deine Antworten sehen.

Das neue Gesetz gegen Hass und Hetze im Internet

Hasskommentare unter Werbeanzeigen, Buchstaben mit Schriftzug "no hate"

Gegen Hass und Hetze gibt es jetzt ein Gesetz

Es ist traurig, dass es sogar so weit kommen musste. Aber am 30.03.2021 wurde das Gesetz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgefertigt und auch der Auftrag zur Verkündung im Bundesgesetzblatt erteilt. Künftig müssen alle mit einer schärferen Strafverfolgung rechnen, die online Hassbotschaften verbreiten.

Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter werden derartige Botschaften nicht nur löschen. Sie werden sogar direkt dem Bundeskriminalamt zur Identifizierung der Personen und dem weiteren Vorgehen gemeldet. Auch für Beleidigungen gibt es härtere Strafen bis hin zur Haftstrafe. Sämtliche Drohungen wie Körperverletzung, sexuelle Übergriffe oder anderweite Gewalttaten werden als Straftat behandelt.

Nimm dir Hasskommentare nicht zu sehr zu Herzen

Wir alle kennen es sicher nur zu gut. Wir bekommen 10 positive Kommentare, aber genau dieser eine negative Kommentar beschäftigt uns. Wirst du zu Unrecht für irgendetwas beschuldigt, darfst du das auch gerne höflich, aber direkt äußern. Scheue dich also nicht davor, deine eigene Stellung zu verteidigen.

Du weißt nun ja, wie du mit negativen Kommentaren besser umgehen und darauf reagieren kannst. Zudem wirst du für jeden einzelnen Kommentar auch noch mit mehr Reichweite belohnt. Freue dich einfach viel mehr über das positive Feedback.

Doch Achtung: nicht jedes Feedback ist grundsätzlich schlecht

All das soll jedoch nicht dazu auffordern, nicht die eigene Leistung und Qualität zu hinterfragen. Du darfst dich auch gerne kritisch durchleuchten, ob deine Leistung oder dein Produkt wirklich gut ist. Du solltest nicht pauschal sagen, dass es dich nicht interessiert, was andere Menschen über dich denken.

Hinterfrage also gerne, ob das Feedback auch zutreffend sein könnte. Überlege dir, was von diesem Feedback mit dir zu tun hat und was nicht. Rückmeldungen können auch ein Hinweis darauf sein, dass du dein Angebot nochmal überdenken solltest. Wenn du aber guten Gewissens von deinem Angebot überzeugt bist, liegt es an deinem Gegenüber.

Du kannst es niemals jedem rechtmachen

Hierzu möchte ich dir gerne von der Geschichte des Unternehmens Carl Öttinger Gesundheitstechnik in Hannover berichten. Die städtische Gemeinschaft der Kaufleute konnte sich den Baum und die Weihnachtsbeleuchtung nicht leisten. Der Inhaber der Carl Öttinger GmbH hatte deshalb den Weihnachtsbaum an der Marktkirche gespendet. Die Kosten beliefen sich auf etwa 30.000 Euro. Trotz dieser Spende gab es sehr viele Hasskommentare, dass dieses Geld doch lieber für andere Zwecke wie Kinderheime genutzt werden sollte.

Du siehst also eines: Egal, was du tust, für irgendjemanden ist es immer falsch. Selbst, wenn du einfach so 100 € verschenken würdest, gäbe es bestimmt Menschen, die sich darüber aufregen, dass es keine 200 € sind.

Nimm dir also nicht jedes Feedback zu Herzen, wenn du wirklich aus absoluter Überzeugung das Richtige tust. Denke dann sehr gerne an diesen Spruch: „Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt“

Ich freue mich, wenn dir diese Infos weiterhelfen, um mit Hasskommentaren unter deinen Anzeigen besser umzugehen. Hattest du selbst schon Erfahrungen damit? Dann lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

 

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