Laptop mit offener Google-Seite

Google Penalties – was du über sie wissen musst!

Google Penalties sind der Feind eines jeden Online-Unternehmers. Sie bezeichnen die Abstrafungen seitens Google, sobald du gegen die Richtlinien für Webmaster verstößt. Um seinen Nutzern die bestmöglichen Suchergebnisse zu liefern, führt Google ständig Updates seines eigenen Suchalgorithmus durch. Man kann auch sagen, Google wird dahingehend immer schlauer und kommt Webseiten, die gegen die Richtlinien verstoßen, zunehmend schneller auf die Fersen. Das ist wichtig und auch richtig. Immerhin ist Google im Prinzip nicht mehr als ein Dienstleistungsunternehmen, dessen Service darin besteht, dem Kunden Suchergebnisse zu präsentieren. Wenn diese Ergebnisse jedoch qualitativ mangelhaft sind, weil Webseiten das Ranking mit unfairen Mittel beeinflusst haben, schadet das dem Unternehmen natürlich. Deshalb gibt es die Webmaster-Richtlinien. Es lohnt sich für jeden Webseitenbetreiber, zumindest zu wissen, durch was Google Penalties verursacht werden. Wenn du einmal eine Google Penalty erhalten hast, wird das dein Ranking negativ beeinflussen. Im schlimmsten Fall entfernt Google deine Webseite sogar vollständig aus dem Index. Daher gibt es hier eine Einführung zu dem Thema.

Automatische und Manuelle Penalties

Es gibt zwei Arten von Google Penalties: manuelle und automatische Google Penalties. Bei manuellen Penalties wurde die Abstrafung von einem Google-Mitarbeiter vorgenommen. Das einzig positive an dieser Art der Abstrafung ist, dass der Webseitenbetreiber in der Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) darüber informiert wird. Er erhält Hinweise zur Ursache der Abstrafung. Nutze diese Hinweise, um deine Webseite dahingehend zu optimieren. Es empfiehlt sich, ein Protokoll deiner Maßnahmen zu führen und dann die Wiederaufnahme in den Index zu beantragen. Nun heißt es Geduld zu beweisen. Manchmal dauert es ein paar Monate und weitere Anträge, um wieder aufgenommen zu werden.

Dann gibt es noch die automatisch verhängte Abstrafung. Wie der Name bereits verrät, wird diese Abstrafung vom Google-Algorithmus verhängt. Im Gegensatz zu den manuellen Abstrafungen wirst du darüber nicht benachrichtigt. Du merkst es jedoch daran, wenn deine Webseite auf einmal im Ranking weit nach unten abgefallen ist und damit auch deine Conversion Rate. Eine automatische Penalty erfolgt, wenn die Webseite von einem Google Update betroffen ist. Dein Content ist dann schlichtweg nicht optimiert und taucht nach den neuen Rankingfaktoren auf einmal deutlich weiter unten in den Suchergebnissen auf. Fällst du einer solchen Penalty zum Opfer, hilft nur eins: Content optimieren und an den Algorithmus von Google anpassen.

Panda- und Penguin-Update sind algorithmische Penalties

Zwei gute Beispiele dafür sind das Panda-Update 2011 und das Penguin-Update. Das Panda-Update zog eine umfangreiche Veränderung des Rankingalgorithmus nach sich. Bei diesem Update handelt es sich um einen Filter, den Google für seinen gesamten Index anwendet. Dabei werden nicht nur einzelne Unterseiten, sondern ganze Webseiten unter die Lupe genommen. Zahlreiche Webseiten wurden Opfer dieser Penalty. Die betroffenen Webseiten wurden als qualitativ minderwertig eingestuft und sind im Ranking deutlich gefallen. So sollten die Suchergebnisse für User qualitativ noch hochwertiger werden. Das Panda-Update war vor allem aufgrund seiner umfangreichen Faktoren ein viel diskutiertes Thema. Hauptursachen für einen deutlichen Abfall in den Suchergebnissen waren unter anderem eine hohe Absprungrate, schwache Backlinks, zu wenig einzigartige Inhalte oder doppelte Inhalte. Wie bei allen Updates unterliegt dieses Update natürlich noch immer ständigen Aktualisierungen, die von Google aber nicht kommuniziert werden.

Ein Jahr später folgte das nicht weniger beachtete Penguin Update. Auch dieses Update kam in den vergangenen Jahren mit zahlreichen Aktualisierungen und Änderungen um die Ecke. Dieses Update hatte vor allem das Ziel, Spam-Seiten zu identifizieren, herabzusetzen und oft sogar sofort aus dem Index zu entfernen. Wie alle Updates filterte auch Penguin also jene Webseiten heraus, die gegen die Richtlinien für Webmaster verstoßen hatten. Besonders Seiten, deren Inhalte einzig für die SEO und nicht für den User geschrieben wurden, erhielten eine Abstrafung. Der Fokus des Updates lag jedoch darauf, Webseiten mit einem ungewöhnlichen Linkaufbau zu bestrafen.

Was führt zu Google Penalties?

Lupe über Google-Logo

Google Penalties erfolgen dann, wenn eine Webseite gegen die Richtlinien für Webmaster verstößt. So weit, so gut. Doch was beinhalten diese Richtlinien und was führt im Konkreten zu Google Penalties? Im Grundsatz gilt, dass bei deinen Inhalten der Nutzer immer im Vordergrund stehen sollte. Du solltest deine Seite nicht für die Suchmaschine betreiben. Das bedeutet, dass dein Inhalt qualitativ hochwertig ist und einen Mehrwert für den Besucher deiner Webseite darstellt. Du schreibst nicht für Google, sondern für deine Kunden. Dieser Tipp mag banal klingen, wird jedoch oft vernachlässigt. Vor allem, wenn die eigene Webseite erste Besucher angelockt hat, steigt der Wille nach mehr. Mehr Traffic, mehr User, mehr potenzielle Kunden. Das ist legitim, führt jedoch oft dazu, dass das Wesentliche vergessen wird: der Kunde selbst. Bereits im Rahmen der Panda und Penguin Updates habe ich eine Gründe erwähnt, weshalb es zu algortihmischen Abstrafungen kommen kann. Das ist natürlich noch längst nicht alles.

Es gibt zirka 200 Kriterien nach denen der Algorithmus von Google Suchergebnisse rankt. Einige Hinweise zu den wesentlichen Inhalten sind bereits in den Richtlinien für Webmaster enthalten. Soll heißen: Wenn ihr euch diese Kriterien nun einmal genauer anschaut und dann vor allem auf eurer eigenen Webseite einhaltet, werdet ihr im Ranking steigen. Das Wissen über Google Penalties kann in diesem Fall also auch einen positiven Effekt für die Webseite haben. Es gibt unterschiedliche Verstöße, die zu Abstrafungen von Google führen können. Ein Grund ist Duplicate Content, sprich doppelter Inhalt. Noch immer verwenden einige Webseitenbetreiber Article Spinner. Die Software erzeugt aus einem Artikel beliebig viele neue Artikel mit anderen Synonymen. Willst von einer Google Penalty verschont bleiben, lass die Finger davon. Google wird immer schlauer und erkennt mittlerweile sogar gut umgeschriebene Texte. Zudem versteht es sich als seriöser Webseitenbetreiber von selbst, dass doppelter Inhalt tabu ist.

Das gleiche gilt für Brückenseiten. Noch immer erstellen Unternehmer Webseiten, die inhaltlich wertlos sind und nur den Zweck verfolgen, auf eine ganz bestimmte Webseite weiterzuleiten. Brückenseiten werden auch als Doorway-Page bezeichnet. Diese Webseiten wuren nur erstellt, um bei den Suchergebnissen möglichst weit oben zu landen. Nach der Suchanfrage erscheinen die Seiten für den Nutzer doppelt oder dreifach in den Suchergebnissen, führen aber alle zum gleichen Ziel. Google geht rigoros gegen Brücksenseiten vor. So wurde die deutsche Webseite von BMW 2006 aus dem Index geschmissen, nachdem der weltweit bekannte Automobilhersteller Doorway Pages verwendet hatte. Johannes Mehlem, der zum Search Quality Team von Google zählt, veröffentlichte vor zwei Jahren einen Text zum Thema “Aktualisierung der Qualitätsrichtlinien für Brückenseiten”. Er beinhaltet Fragen, die sich jeder Webseitenbetreiber stellen sollte, wenn er nicht sicher ist, ob sein Auftritt als Brückenseite gilt:

  • Dienen sie der Optimierung für Suchmaschinen und dazu, Besucher auf den tatsächlich nutzbaren oder relevanten Teil eurer Website zu leiten, oder sind sie ein wesentlicher Bestandteil der Nutzererfahrung eurer Website?
  • Sollen die Seiten einen Rang für allgemeine Suchbegriffe erhalten, obwohl die Inhalte auf der Seite sehr spezifisch sind?
  • Duplizieren die Seiten nützliche Zusammenfassungen von bereits auf der Website zu findenden Elementen wie Orte oder Produkte, um die Zugriffe über die Suche zu steigern?
  • Wurden diese Seiten einzig und allein erstellt, um die Zugriffe über Partnerwebsites zu steigern und Nutzer weiterzuleiten, ohne einen sichtbaren Mehrwert in Bezug auf Inhalte oder Funktionen zu schaffen?
  • Führen diese Seiten ein „Inseldasein“? Ist es schwierig oder unmöglich, von anderen Teilen eurer Website zu ihnen zu gelangen? Werden Links auf solche Seiten von anderen Seiten der Website oder des Website-Netzwerks nur für Suchmaschinen erstellt?

(Quelle: Aktualisierung der Qualitätsrichtlinien für Brückenseiten)

Doch es gibt noch zahlreiche andere Gründe für eine Google Penalty. Dazu zählen natürlich auch gekaufte Links, um das Page Ranking zu verbessern. Wenn von gekauften Links die Rede ist, sind gesponserte Web-Inhalte oder Texte zu Werbezwecken gemeint, die einen Link enthalten. Damit du dafür keine Penalty erhältst, musst du den Beitrag als Werbung kennzeichnen. Oft ist auch eine Überoptimierung der Webseite für eine Google Penalty verantwortlich. Keywordstuffing oder Elementstuffing sind hier die Stichwörter. Wie es der Name bereits verrät, handelt es sich dabei um die zu häufige Aufzählung von Keywörtern und das übermäßige Einsetzen von Elementen wie Headlines oder Subheadlines. Lange Zeit war auch Cloaking eine beliebte und oft verwendete Variante der Suchmaschinenoptimierung. Dabei wurde der Suchmaschine als Inhalt etwas anderes angezeigt als letztendlich auf der Webseite und damit für den User zu sehen war. Google ahndet Cloaking knallhart, im schlimmsten Fall mit einem Rausschmiss aus dem Index. Cloaking zählt zu den Black Hats in der SEO.

Was bedeutet Black Hat SEO?

Als Black Hat SEO werden bewusste Verstöße gegen die Richtlinien der Webmaster bezeichnet, um ein besseres Ranking in der Suchmaschine zu erzielen. Die Maßnahmen, die zur Optimierung einer Webseite dienen und im Rahmen der Richtlinien geschehen, werden demzufolge als White Hat SEO bezeichnet. Warum? Man vermutet, dass diese Assoziation aus alten Westernfilmen stammt: Zwei Cowboys, die sich im finalen Showdown gegenüber stehen. Auf der einen Seite der “Bösewicht” mit dem schwarzen Cowboy-Hut, auf der anderen Seite der “Gute”. In der Tat kann man Black Hat SEO als Bösewicht bezeichnen, denn Google erkennt diese Verstöße immer schneller und ahnet sie ohne Zögern.

Wie erkenne ich eine Google Penalty?

Google Penalties zu erkennen, ist recht einfach. Erfolgt die Abstrafung manuell, erhältst du eine

Benachrichtigung in deiner Google Search Console. Bei einer algorithmischen Penalty gibt es keine

Nachricht von Google, doch dein deutlich schlechteres Ranking und der damit einhergehende Traffic-Verlust werden dir als Webseitenbetreiber schnell auffallen. Wenn du dir dennoch unsicher bist, lohnt ein Besuch bei penaltycheck.de.

Fazit

Google Penalties können vor allem für Online-Unternehmer erhebliche Verluste bedeuten. Diese Abstrafung kann ein drastischer Abfall im Google Ranking nach sich ziehen oder im schlimmsten Fall die Streichung aus dem Index zur Folge haben. Vor allem bei den algorithmischen Penalties, hervorgerufen durch Google Updates, trifft Webseitenbetreiber eine Abstrafung oft völlig unverhofft.

Damit dir diese böse Überraschung erspart bleibt, halte dich an die Richtlinien für Webmaster.

Anmerkungen:

Link zu den Richtlinien für Webmaster: https://support.google.com/webmasters/answer/35769

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